24.04.1999 - „Schwensby-Mühle“ I.

Im Jahre 1883 ließ Müllermeister Hans Andreas Callsen von dem Mühlenbauer Erich Tönnesen aus Langballigholz die mit Holzschindeln gedeckte Gallerie-Holländer-Windmühle mit Segelflügeln und Steert in Schwensbyerbauen.

Damalige Kosten:
Mühle nebst Wohnhaus und Nebengebäude 22 000 Mark
Grundstück von 30 ar 1500 Mark.

Seit 1958 befindet sich der Mühlenbetrieb im Besitz des Enkels des Erbauers der Windmühle, Hans Heinrich Callsen. Er baute die Mühle aus und modernisierte sie. Als 1962 an den Mühlenflügeln große Sturmschäden entstanden, mußten aus Sicherheits-gründen Jalousien, Steert und Galerie demontiert werden; der Betrieb mit Wind wurde eingestellt.
Nach einer Renovierung 1977/78 konnte zum 100jährigen Bestehen wieder Backschrot gemahlen werden.

Seit 1977 steht die Mühle unter Denkmalschutz. Da der Verfall der Mühle in den folgenden Jahren zunahm, wurde sie für die Öffentlichkeit gesperrt. IG-Vorsitzender Heiko Rosin, Initiator der Bemühungen um die Restaurierung der Gallerie-Holländer-Windmühle erklärt diese als eine der denkmalpflegerisch wichtigsten Mühlen des Landes.
Einmalig ist der originale Altbestand der Mühlenmaschinen, mitsamt der im Laufe der Jahre vorgenommenen Veränderungen.

Der achteckige Galerie-Holländer ist komplett aus Holz errichtet. Als wichtiges Anliegen betrachtet es auch die IGB Angeln, dieses Technische Kulturdenkmal in seiner Gesamtheit zu erhalten, um einen Eindruck über Arbeitsmittel und -Methoden zu vermitteln und dies der Nachwelt zugänglich zu machen.