13.06.1997 - „Historischer Garten und Haus Nanningsen“

Fachhallenhaus Füsing

Das Fachhallenhaus in Füsing, das als ein Vollhufenhaus aus dem Jahre 1630 durch historische Belege als alte Hofstelle ausgewiesen werden konnte, sind anhand von Befunden, gesichert durch wissenschaftliche Auswer-tungen, Umbauten aus dem Jahre 1781/1784 durch Max Diederichsen erkennbar. Letztmalige Erneuerungen sind auf 1878 und 1898 datiert.


Das Nanningsenhaus in Füsing wird seit einigen Jahren von der Familie Heppelmann umgebaut, mit dem Ziel, den größtmöglichen Originalzustand wieder herzustellen.

Aufgrund von Befunden, die bei Umbauten zutage traten, wird versucht ,das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wieder in seinem ursprünglichen Erscheinungsbild aufleben zu lassen. Der Garten wurde und wird so angelegt, daß er Bilder der vorigen Jahrhunderte zeigt und ist eine Dependance des Gartens des Volksmuseums Hesterberg.


Das Bestreben der Fam. Heppelmann ist auf die ursprüngliche Bauweise gerichtet. So fällt eine Ziegelwand um die andere, um dann in Art und Weise der Erstbauung neu zu entstehen.

Der historische Garten

Der neu kultvierte Garten ist in verschiedene Räume aufgeteilt. Renaissance, spätes 18. Jahrhundert und ein italienisch beeinflußter Buchsbaumgarten dominieren diesen Landhausgarten. Auf dem Grundstück stehen eine 200jährige Eibe, eine ebenso alte Baumlaube sowie alte Obstbäume. Zur Straßenseite wurde das Grundstück wieder mit einer Steinmauer begrenzt.

Daran schließt sich der Lustgarten mit einem Laubengang aus Hainbuchen an, der ein Rondell umschließt. Im Blumengarten wachsen historische Sorten wie „Nemesia“ und „Knööp“ (Knöpfe). Zudem wurden alte Rosensorten gepflanzt, wie beispielsweise „Cardinal de Richelieu“, die erste Rose mit einem Männernamen von 1860. Sie sind in niedrige Buchshecken gefaßt. Zu sehen ist eine vielfältige Blüten- und Farbenpracht, die man in den meisten heute noch erhaltenen historischen Gärten nicht mehr findet.

Als ein Glücksfall für die Angelner Hausgeschichte stellen sich die Leistungen der Familie Heppelmann dar.